{"id":257,"date":"2014-06-11T08:48:32","date_gmt":"2014-06-11T06:48:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nordstrasse-witten.de\/?page_id=257"},"modified":"2016-10-17T20:18:13","modified_gmt":"2016-10-17T18:18:13","slug":"hohenzollernviertel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/infos\/hohenzollernviertel\/","title":{"rendered":"Hohenzollernviertel"},"content":{"rendered":"<h4>Was geh\u00f6rt zum Hohenzollernviertel in Witten?<\/h4>\n<p>Das Hohenzollernviertel umfasst das Gebiet zwischen dem Platz der Ged\u00e4chtniskirche und dem Karl-Marx-Platz, zwischen Gartenstra\u00dfe, Breddestra\u00dfe und Nordstra\u00dfe. Name und Gestalt des Viertels waren lange Zeit aus dem Bewusstsein der Wittener verschwunden. Dies \u00e4ndert sich in j\u00fcngster Zeit insbesondere durch die Aktivit\u00e4ten der Nachbarschaftsinitiative Nordstra\u00dfe \/ Hohenzollernviertel.<\/p>\n<h4>Wie ist das Hohenzollernviertel entstanden?<\/h4>\n<p>Das Viertel geht auf fr\u00fche st\u00e4dtebauliche Planungen von 1855 und 1866 zur\u00fcck. Es entstand auf der Ackerfl\u00e4che des Schultenhofes, der \u201eBredde\u201c. Das neue b\u00fcrgerliche Wohnviertel sollte den alten Stadtkern um die Johanniskirche mit der neuen Eisenbahnlinie und dem 1849 er\u00f6ffneten urspr\u00fcnglichen Bahnhof verbinden. Der K\u00f6nigsplatz (heute Karl-Marx-Platz) bot den Bahnreisenden ein repr\u00e4sentatives Entree zur Stadt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/wp-content\/uploads\/Witten-1911.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-269 size-medium\" src=\"http:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/wp-content\/uploads\/Witten-1911-300x288.gif\" alt=\"Witten-1911\" width=\"300\" height=\"288\" \/><\/a>Breddestra\u00dfe, Gartenstra\u00dfe und Nordstra\u00dfe entstanden durch den Ausbau alter Feldwege, verbunden durch neue Stra\u00dfen und gekr\u00f6nt durch die 1892 eingeweihte neogotische Ged\u00e4chtniskirche.<br \/>\nDie Bebauung erfolgte vor dem Ersten Weltkrieg in mehreren Phasen mit Mietsh\u00e4usern und Villen in den Baustilen des Historismus und des Jugendstils. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alte Baul\u00fccken geschlossen und einige kriegszerst\u00f6rte H\u00e4user durch Neubauten ersetzt. Kriegsbesch\u00e4digte H\u00e4user wurden vielfach stilgerecht restauriert. Einige wenige Neubauten sind \u2013 vor allem an der Beethovenstra\u00dfe \u2013 in den letzten zehn Jahren hinzugekommen. Neben dem \u201eGermania-Denkmal\u201c auf dem Karl-Marx-Platz sind mehrere H\u00e4user denkmalgesch\u00fctzt.<\/p>\n<h4>Woher hat das Hohenzollernviertel seinen Namen?<\/h4>\n<p>Auf dem K\u00f6nigsplatz wurde ganz im monarchistischen und militaristischen Zeitgeist 1877 das Siegesdenkmal zur Feier der Deutschen Einigungskriege 1864, 1866 und 1870\/71 eingeweiht, dekoriert mit den Reliefportr\u00e4ts von Hohenzollern-Kaiser Wilhelm I., Feldmarschall Helmuth von Moltke, Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preu\u00dfen und Reichskanzler Otto von Bismarck. Die neuen Stra\u00dfen im Viertel waren nach den preu\u00dfischen Milit\u00e4rf\u00fchrern Roon, Bismarck und Moltke benannt (heute Uthmann-, Beethoven- und Mozartstra\u00dfe). Die Ged\u00e4chtniskirche trug ihren Namen zum Ged\u00e4chtnis an das B\u00fcndnis von Herrscherhaus, Nationalismus und evangelischer Kirche. Deshalb hei\u00dft das Viertel \u201eHohenzollernviertel\u201c. Heute ist die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Viertels ein Markenkern der Nachbarschaftsinitiative.<\/p>\n<h4>Welches Erscheinungsbild hat das Hohenzollernviertel heute?<\/h4>\n<p><strong>Stadtbild<\/strong><br \/>\nDie Wohnh\u00e4user mit ihren vielfach sch\u00f6nen Fassaden, G\u00e4rten und Vorg\u00e4rten werden von den Bewohnern verantwortungsvoll erhalten und gepflegt. Sie k\u00fcmmern sich auch um das Stra\u00dfengr\u00fcn und gestalten mit bescheidenen Mitteln ein kultiviertes Bild. J\u00fcngste Errungenschaft: eine kleine Boule-Bahn auf dem Karl-Marx-Platz. Der \u00f6ffentlich verantwortete Raum ist jedoch \u00fcber Jahrzehnte nicht zum Besten entwickelt (wenn wir von der sanierten Kanalisation einmal absehen).<br \/>\nDer Platz der Ged\u00e4chtniskirche diente seit dem Abriss der Ruine des neogotischen Kirchenbaus im Jahre 1962 zun\u00e4chst als Wochenmarkt, dann bis heute als reiner Parkplatz. Im gleichen Jahr wurde der Karl-Marx-Platz durch die neue Stra\u00dfenf\u00fchrung der Breite Stra\u00dfe und die Anlage von Parkpl\u00e4tzen in seinem st\u00e4dtebaulichen Charakter und als Gr\u00fcnanlage weitgehend zerst\u00f6rt. Auf beiden Pl\u00e4tzen verunstalten Recycling-Container das Stadtbild.<\/p>\n<p><strong>Baumbestand<\/strong><br \/>\n<div id=\"attachment_276\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/wp-content\/uploads\/GetreidefeldNordstra\u00dfe.jpg\" target=\"_blank\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-276\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-276 size-medium\" src=\"http:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/wp-content\/uploads\/GetreidefeldNordstra\u00dfe-225x300.jpg\" alt=\"GetreidefeldNordstra\u00dfe\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/wp-content\/uploads\/GetreidefeldNordstra\u00dfe-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.wiederholds.de\/wpnordstrasse\/wp-content\/uploads\/GetreidefeldNordstra\u00dfe.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-276\" class=\"wp-caption-text\">Vorwitziges Getreide<\/p><\/div><br \/>\nBei der Anlage des Viertels wurde eine gro\u00dfe Zahl von B\u00e4umen im \u00f6ffentlichen Raum gepflanzt (allein auf dem K\u00f6nigsplatz standen 58 Ro\u00dfkastanien und Bergahorne). Davon sind nur einige wenige \u00fcbrig geblieben. In der Gartenstra\u00dfe stehen noch alte Kastanien und Ahornb\u00e4ume, in der Beethovenstra\u00dfe Platanen. Die sch\u00f6ne Rotdorn-Allee in der Mozartstra\u00dfe ist inzwischen leider durch j\u00fcngere Neupflanzungen unterbrochen worden. Einige gro\u00dfkronige B\u00e4ume sind noch auf der Ecke Nordstra\u00dfe\/Breddestra\u00dfe erhalten. Insgesamt ist der Altbestand \u2013 besonders die Kastanien \u2013 stark gef\u00e4hrdet. Der Platz der Ged\u00e4chtniskirche wird von ca. 17 noch j\u00fcngeren Holl\u00e4ndischen Linden eingefasst. Die gro\u00dfkronigen alten B\u00e4ume tragen noch zum Stadtbild eines b\u00fcrgerlichen Wohnviertels bei, diese Wirkung ist jedoch im Zerfall begriffen. Alter Baumbestand ist jedoch noch in vielen G\u00e4rten, die zu den meisten H\u00e4usern des Viertels geh\u00f6ren, erhalten. Die gro\u00dfen B\u00e4ume haben aus fachlicher Sicht des RVR eine wichtige Klimafunktion f\u00fcr die Innenstadt Wittens.<\/p>\n<p><strong>Sozialstruktur<\/strong><br \/>\nSchon seit der Entstehung des Viertels ist die Sozialstruktur vielf\u00e4ltig durchmischt. Heute leben hier neben gutsituierten B\u00fcrgern und Hausbesitzern langj\u00e4hrige Hartz-IV-Empf\u00e4nger, Arbeiter, Beamte und Angestellte, Selbst\u00e4ndige und Rentner, Kleinkinder und Studierende. Einige wohnen schon ein ganzes Leben im Quartier, andere sind Einwanderer oder leben als Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige eine begrenzte Zeit in Witten. Erkennbar nimmt die Zahl der Studierenden-WGs zu.<\/p>\n<p><strong>Kinder<\/strong><br \/>\nZum Hohenzollernviertel geh\u00f6ren eine Reihe von Einrichtungen f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Am Platz der Ged\u00e4chtniskirche gibt es einen privaten Kindergarten. Als Grundschule liegt die Breddeschule im Viertel in r\u00e4umlicher N\u00e4he zum Haus der Jugend mit der Offenen Ganztagsschule. Der Spielplatz am Haus der Jugend wird von der Stadt gepflegt und von Kindern und Jugendlichen gut angenommen. Ruhrgymnasium und Schillergymnasium liegen am Rande des Viertels. An der Ecke Nordstra\u00dfe \/ Uthmannstra\u00dfe wird von der Flexx GmbH das Kinder- und Jugendhilfe-Haus betrieben. In der Beethovenstra\u00dfe 22 versorgen die Ruhrtal-Engel bed\u00fcrftige Kinder mit Essen und Zuwendung.<\/p>\n<p><strong>Arbeiten<\/strong><br \/>\nDas Viertel hat keine Handwerks- und Produktionsbetriebe, kaum Gesch\u00e4fte (Apotheke, Brillengesch\u00e4ft) und nur wenig Gastronomie am Karl-Marx-Platz. Dennoch gibt es rund vierzig Arbeitsst\u00e4tten in Kanzleien, Praxen und Ateliers, verstreut im ganzen Viertel.<\/p>\n<p><strong>Verkehr<\/strong><br \/>\nDas Viertel wird stark von Besuchern der Innenstadt frequentiert: dazu geh\u00f6ren Kunden der Bahnhofstra\u00dfe, Klienten oder Patienten in Kanzleien und Praxen, Besch\u00e4ftigte des Rathauses, die im Viertel parken und viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, vor allem des Ruhrgymnasiums und der Breddeschule.<br \/>\nDas Hohenzollernviertel ist f\u00fcr viele Kinder und Jugendliche Schulweg. Die Schulwege erfordern an vielen Stellen das \u00dcberqueren von Stra\u00dfen. An manchen Stellen ist die Querung gef\u00e4hrlich und un\u00fcbersichtlich.<br \/>\nFahrradverkehr nimmt in j\u00fcngster Zeit erkennbar zu. Abstellpl\u00e4tze f\u00fcr Fahrr\u00e4der gibt es nicht.<br \/>\nIm Viertel gibt es viel Parksuchverkehr, Bring- und Abholverkehr (vor allem in der Synagogenstra\u00dfe und vor dem Haus der Jugend). Die meisten Parkm\u00f6glichkeiten am Stra\u00dfenrand sind f\u00fcr Bewohner der Parkzone F reserviert. Der Platz der Ged\u00e4chtniskirche ist ein bewirtschafteter, \u00f6ffentlicher Gro\u00dfparkplatz. Auf dem Karl-Marx-Platz liegen ca. 25 bewirtschaftete Parkpl\u00e4tze, an den Seiten der Stra\u00dfe Karl-Marx-Platz ca. 25 weitere. Der gro\u00dfe, st\u00e4dtischen Bediensteten vorbehaltene Parkplatz gegen\u00fcber der Einm\u00fcndung Garten-\/Breite Stra\u00dfe ist nicht \u00f6ffentlich bewirtschaftet. Dort wird relativ ungeordnet geparkt, so dass die Fl\u00e4che nicht optimal ausgenutzt wird. Gro\u00dfe, weitgehend leerstehende Parkh\u00e4user sind nur 3-5 Fu\u00dfminuten vom Viertel entfernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was geh\u00f6rt zum Hohenzollernviertel in Witten? Das Hohenzollernviertel umfasst das Gebiet zwischen dem Platz der Ged\u00e4chtniskirche und dem Karl-Marx-Platz, zwischen Gartenstra\u00dfe, Breddestra\u00dfe und Nordstra\u00dfe. Name und Gestalt des Viertels waren lange Zeit aus dem Bewusstsein der Wittener verschwunden. Dies \u00e4ndert sich in j\u00fcngster Zeit insbesondere durch die Aktivit\u00e4ten der Nachbarschaftsinitiative Nordstra\u00dfe \/ Hohenzollernviertel. 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